Der Doc

Seit 30 Jahren spiele ich nun bereits Gitarre.

GuitatDoc Tom

The early Years

Schon als kleines Kind war Musik für mich sehr wichtig und gehörte zu den Dingen im Leben, die wirklich so richtig Spaß machen. Meine ersten Instrumente waren zwei Mundharmonikas aus Plastik, eine Orange, die Andere Türkis. Im Alter von sieben Jahren begann ich auf eigenen Wunsch Klavierunterricht zu nehmen, bis ich mit 13 Jahren die elektrische Gitarre als “mein“ Instrument für mich entdeckte.

Es handelte sich um eine alte EKO Manta, die ich im Internat für 200 Schilling erstehen konnte, da die Kirchenband neue Instrumente bekam. Einen Verstärker besaß ich bereits über den ich mein Casio Keyboard spielte, wenn ich mit meinen Freunden, ein Brüderpaar, Gitarrist und Bassist jammte. Die klassische Ausbildung am Klavier, die sich auf Blattspiel beschränkte, machte wenig Spaß und weckte in mir den Wunsch, mich musikalisch freier auszudrücken - Teenager Rebellion.

Gleich bei meiner EKO Manta ging es auch mit der technischen Seite, die dieses Instrument mit sich bringt los, denn die Elektronik war defekt und die hohe e-Saite fehlte. In - Trial and Error - Manier und mit bescheidenen Lötkenntnissen brachte ich die Elektronik wieder zum funktionieren und auch eine neue hohe e-Saite konnte ich ohne größere Probleme aufziehen. Damit war ich als 13jähriger (1983 pre Internet!) für meine Guitar-Buddies schon fast so etwas wie ein Fachmann und wurde bei Problemen mit E-Gitarren konsultiert. Somit beschäftige ich mich bereits genauso lange mit den Unzulänglichkeiten von, hauptsächlich elektrischen Gitarren und auch Bassgitarren, wie ich sie spiele.

Teenager und Schule

Von 1985 bis 1990 konnte ich dann meine elektrotechnischen Kenntnisse an der HTL Mödling vervollständigen. In dieser Zeit war ich in verschiedenen Bands aktiv, von denen es Eine heute noch gibt, nämlich AMAROKS HOWL, in der ich seit viereinhalb Jahren wieder spiele. Mein, Ende 1992 geborener Sohn Lukas spielt ebenfalls bei AMAROKS HOWL Gitarre, was für mich natürlich ein außerordentlich erfreulicher Umstand ist.

Amaroks Howl
Amaroks Howl 1989

Amaroks Howl
Amaroks Howl 2013

On the Road

Von 1990 bis 1991 absolvierte ich ein "Professional Rock Guitar Training Program of the American Institute of Music" und begann danach das Erlernte an eine große Anzahl Gitarrenschüler weiterzugeben, die sich für all die modernen Spieltechniken und die amerikanische Herangehensweise interessierten. Three Note per String Patterns, Sweep Picking, Tapping, Dive Bombs und andere Vibratotechniken etc. konnte man im damals sehr angestaubten Ausbildungssystem in Österreich sonst nirgendwo erlernen. Allerdings waren die Instrumente meiner Schüler oft nicht ohne Weiteres für diese, damals neuen Techniken und Spielweisen geeignet und so hatte ich auch mit der Einstellung, Modifikation und Optimierung ihrer Instrumente alle Hände voll zu tun und konnte so viele weitere wertvolle Erfahrungen sammeln, wie die Jahre zuvor an den Instrumenten befreundeter/bekannter Gitarristen und Bandkollegen.

Außerdem war ich, solange es meine Zeitplanung erlaubte Student am Franz Schubert Konservatorium und am Vienna Konservatorium, denn 1994 stieg ich in die Band STAHLHAMMER ein. Wir hatten einen deutschen Produzenten und unterschrieben schließlich bei einem deutschem Label einen Plattenvertrag. Viele Tourneen in Deutschland, aber auch in einigen anderen Ländern Europas (Schweden, Dänemark, Italien, Frankreich,...) wurden unternommen. Als professioneller Gitarrist war ich auch mein eigener Guitar-Tech und musste sicherstellen, dass meine Gitarren und auch meine ganze Anlage bei jedem Gig und natürlich auch im Studio zuverlässig und einwandfrei funktionierten.

Eine auf Tour, täglich auf der Bühne durchgeprügelte, vollgeschwitzte, auf der Fahrt durchgerüttelte, ständig wechselnden klimatischen Bedingungen ausgesetzte Gitarre unter meist sehr ungünstigen Bedingungen Backstage (sehr dunkel, eng, zu feuchte Luft, staubtrockene Luft, saukalt, sehr heiß, meistens auf den Oberschenkeln liegend) zu servicieren, vor jedem Gig neu zu besaiten und die Einstellung nachzujustieren und sie Fallweise auch zu reparieren, ist eine sehr harte Schule und eine besondere Herausforderung, die einen auf sehr Vieles mit dem man es in meinem Beruf zu tun bekommt gut vorbereitet. So ein Workhorse nach einer Tournee studiofit zu machen, wo allesquasi unter dem akustischen Mikroskop beurteilt wird, ist dann noch mal eine Kategorie für sich.

GuitatDoc Tom

GuitatDoc Tom

GuitarDocTom

Seit Sommer 2008 bin ich als Gitarren-Techniker selbständig. Da es sich um ein sogenanntes reglementiertes Gewerbe handelt, ist zur Ausübung ein Befähigungsnachweis erforderlich. In meinem Fall liegt aufgrund meiner Ausbildungen und meiner langjährigen und vielfältigen Erfahrungen eine sogenannte individuelle Befähigung vor, die von der Wirtschaftskammer festgestellt und bestätigt wurde.

Nach all den Jahren in verschiedensten Bands mit den unterschiedlichsten stilistischen Ausrichtungen vom einfühlsamen Begleiten eines Folk Singer Songwriters über Pop und Blues Rock bis zum brachialen Metal weiß ich um die entsprechenden, vielfältigen Anforderungen (live und Studio) an die Gitarren und Bässe bestens Bescheid. Ich würde mich sehr freuen, Euch für die Verwirklichung Eurer musikalischen Projekte, egal ob Wohnzimmer-Gitarrist oder Profi, mit Hilfe meiner Erfahrung und meines Wissens, optimal vorbereitete Instrumente an die Hand geben zu dürfen.

Bis dahin, cheers….Tom







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